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Die älteste unter den elf Todtnauer Zünften bilden die Schatzgräber. Sie wurden mit der Umwandlung der "Großen Karnevalgesellschaft" in die "Todtnauer Narrenzunft" 1955 gegründet und ermöglichten die Aufnahme der Todtnauer Narren in den Verband Oberrheinischer Narrenzünfte. Denn dazu bedurfte es mindestens einer Gruppe von Hästrägern, die mit den im Schwarzwald üblichen Holzmasken ausgestattet sein mußten.

Die Schatzgräber gehen auf die Vergangenheit Todtnaus als Bergwerkssiedlung zurück. Vor allem um das 14. bis 16. Jahrhundert wurde in zahlreichen Stollen in den Wäldern in und um Todtnau, namentlich im Silberberg, nach Silbererz gegraben. Für die Fasnet war dies auch schon lange vor der Gründung der Schatzgräber-Zunft ein interessantes Motiv. So findet sich beispielsweise auf Platz 10 einer Umzugsaufstellung aus dem Jahr 1908 auch eine Gruppe von Schatzgräbern, die damals aber wohl nur für diese eine Fasnacht bestanden hat. Auch im Wappen der Stadt Todtnau hat der Bergmann einen würdigen Platz gefunden. Die Kleidung der Schatzgräber ist ganz der früheren Bergmannskluftnachempfunden.